DynamicES Dokumentation

Rückkühler

Der Rückkühler ist eine technische Komponente, die überschüssige Wärme aus dem Energiesystem an die Umgebung abgibt, wenn keine sinnvolle Nutzung (z. B. Raumheizung oder Warmwasserbereitung) möglich ist.

Funktion

Überschüssige Wärme, die beispielsweise durch Blockheizkraftwerke (BHKW) oder Wärmepumpen erzeugt wird, kann über den Rückkühler kontrolliert abgeführt werden. Dies verhindert eine Überhitzung des Systems und sichert die Stabilität der Simulation.

Der Rückkühler ist erforderlich, damit das Energiesystem in der Simulation rechnerisch lösbar bleibt: Steht keine ausreichende Wärmesenke zur Verfügung, muss ein technischer Abgabepfad existieren, über den nicht genutzte Wärme bilanziell abgeführt werden kann. In der Realität wird diese Abwärme mit Rückkühlern an die Umgebungsluft abgegeben.

Zielsetzung

Die Rückkühlung sollte möglichst vermieden werden, da sie energetisch ineffizient ist und keine Wertschöpfung erzeugt. Zudem ist sie aus ökologischer Sicht nachteilig, da die erzeugte Wärme ungenutzt bleibt.

→ Die Simulation strebt daher eine möglichst vollständige Nutzung der erzeugten Wärme an.

Datenerfassung

Allgemeine Beschreibung

Die Datenerfassung für den kühler erfolgt über die Eingabemaske der Weboberfläche. jeder Kühler wird eindeutig benannt, um eine konsistente Zuordnung über verschiedene Szenarien hinweg zu gewährleisten.

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Eingabefelder und Parameter

  • Status: Aktiv/inaktiv
    → Nur aktive kühler werden in der Optimierung berücksichtigt.

  • Bezeichnung: Frei wählbarer Name für den Kühler
    → Einheitlich über Szenarien.

  • Input: Eingangsmedium
    → z. B. Mitteltemperatur.

  • Preis [ct/kWh]: Wirtschaftlicher Wert

    → Negative Werte = Vergütung, positive Werte = Kosten.

  • Kostenberücksichtigung. Aktiv/inaktiv
    → Bei Inaktivität keine Verrechnung in der Kostenauswertung.

  • Leistung thermisch [kW]. Thermische Leistung

    → Wert “-1“ entspricht nahezu unbegrenzter Leistung (1 GW).

Hinweise zur Optimierung:

  • Die Einstellung “Kostenberücksichtigung: inaktiv” beeinflusst nicht die Kostenauswertung, sondern nur die Optimierung.

  • Die Eingabe “Leistung thermisch = -1“ wird als nahezu unbegrenzt Leistung interpretiert und dient zur Simulation ohne Begrenzung.