Das Modul „Heizkessel“ dient zur Modellierung von Wärmeerzeugern, die durch Verbrennung fossiler oder biogener Brennstoffe Wärme bereitstellen. Die Eingabemaske ermöglicht die Definition technischer Kenndaten wie Leistung, Wirkungsgrad, Temperaturniveaus, Betriebsparameter und Investitionskosten.
Allgemeine Angaben
-
Status: Aktiviert den Heizkessel.
→ Heizkessel durch „aktiv“ einsetzen aktivieren. -
Bezeichnung: Freie Namenswahl für die Wärmeerzeugungseinheit.
→ Für alle Szenarien einheitlich verwenden. -
Brennstoff: Auswahl des Brennstoffs, der für die Wärmeerzeugung verwendet wird.
→ Der Brennstoff muss zuvor im Modul Netzanschlüsse Brennstoff definiert sein. -
Wärmeoutput: Gibt die Temperaturstufe der erzeugten Wärme an.
→ Niedertemperatur, Mitteltemperatur, Hochtemperatur.
Leistungsdaten
-
Thermische Leistung max: Maximale thermische Leistung des Heizkessels (in kW).
→ „-1“ eintragen: Das System interpretiert dies als „nahezu unbegrenzt (=1 GW)“. -
Thermische Leistung min: Minimale thermische Leistung, die der Heizkessel liefert, bevor er komplett abschaltet.
-
Wirkungsgrad: Gibt an, wie effizient der Heizkessel den eingesetzten Brennstoff in Wärme umwandelt.
Betriebsbedingungen
-
Mindestlaufzeit: Mindestdauer, die der Heizkessel nach dem Einschalten laufen muss (in Stunden).
-
Mindestabschaltzeit: Mindestdauer, die der Heizkessel nach dem Abschalten inaktiv bleiben muss (in Stunden).
-
Fahrplan: Zeitabhängiger thermischer Fahrplan (bezieht sich auf den thermischen Output) für den Heizkessel. Kann durch eine Zeitreihe im Arbeitsblatt „1h“ oder „15min“ eingefügt werden.
→ Der Optimierer versucht, den Fahrplan bestmöglich einzuhalten. Dies ermöglicht eine gezielte Steuerung des Wärmeoutputs entsprechend individueller Anforderungen.
Hinweis:
Leer lassen, wenn kein Fahrplan vorhanden ist.
Kosten
-
Betriebskosten pro kWh
Variable Kosten (z. B. Wartungskosten) pro erzeugter Wärmeeinheit (in ct/kWh). -
Betriebskosten pro Betriebsstunde
Fixe Kosten pro Stunde, in der der Heizkessel aktiv ist (in ct/Bh).
Hinweise:
-
Der Wirkungsgrad sollte realistisch gewählt werden (typisch 85 – 95 %).
-
Betriebskosten können auf 0 gesetzt werden, wenn keine Kosten berücksichtigt werden sollen.
-
Die Mindestlauf- und Abschaltzeiten sind wichtig für die zeitliche Steuerung im Simulationsmodell.